Archiv der Kategorie Ersin und Bailey auf dem Weg zum Erfolg

Wichtige Eindrücke, vom 25.04.10

Hi zusammen,

nun  beginnt auch für mich eine sehr spannende, neue und aufregende Zeit. Damit ihr alle gut bescheidwisst, stelle ich mich nun erst einmal vor. Ich bin Ersin, bin 15 Jahre alt und gehöre zu der Besitzerin des traumhaften Isländers Max, bin also der Bruder von Gül und bin auch blind.

Nachdem ich also die Arbeit von Gül “mit großen Augen” beobachtet habe, stieg bei mir die Lust und mein Interesse zum Thema Pferde wurde größer. Zuerst fühlte ich mich etwas niedergeschlagen und insgeheim beneidete ich Gül zwar. Nach einigen Schnupperstunden zusammen mit Manu war ich dann 100%ig sicher. Ich wollte anfangen den Umgang mit Pferden grundsäzlih zu lernen. Ich fing so an, indem ich mein Anliegen angesrochen habe und ich bin wirklich nicht auf Granit gestoßen. Nach einiger Zeit hatte ich einen ersten, naja wie soll ich sagen “Termin”. Hier hatte ich das Pferd ein wenig geputzt und habe ein weng Pferdekunde gemacht. So hat Manu mir gezeigt, wo die Kruppe ist, wo die Mähne ist, der Mähnekamm und der Widerrist. Ich war sehr erfreut darüber. Unheimlich fand ich allerdings immer, als ich zeigen sollte, wo das Maul ist. Das ist wirklich unerhört, wenn ich jetzt an dieser Stelle nicht erwähne, mit was für einem traumhaften, geduldigen und wirklich ehrlichem Mädchen ich arbeite. Das ist die wunderbare Bailey, eine Tinkerstute. Sie ist so ruhig, man kann machen, was man will sie bringt fast nichts aus der Ruhe. Es kann irgendein Hengst sein, der vorbeikommt. Es interessiert sie nicht das Geringste, aber dazu gleich mehr. Bailey ist wirklich zauberhaft. Ich glaube ein wneig “verliebt” bin ich schon.

Aber zurück zu dem ersten Übungstag: An diesem Freitag haben wir ein wenig Führübungen gemacht. Wir sind zusammen über Stangen gegangen und keiner ist schreckhaft gewesen. Nur an meiner Körperhaltung musste ich noch ein wenig arbeiten, was ich während dieses Trainings erkannt habe. Ich wurde wirklich richtig mit einbezogen und es war einfach nur schön. Bailey hat mich schon früher als ich in die richtige Richtung geführt, den sie wusste immer schon wohin es jetzt ging. Ich war echt stolz auf sie. Nach einiger Zeit haben Manu und ich Bailey zusamen nach oben auf die Weide gebracht.

Als dieses Traiing vorbei war, war ich ein wenig beeindruckt, aber komischerweise auch ein wenig traurig. Es lag nicht am Training, ich konnte mir das selbst nicht erklären. Nun haben wir uns öfter getroffen am Stall und haben dann irgendwann einen neuen Termin abgemacht. Zusammen haben wir eine sehr gute Aktion am Stall durchgeführt. An diesem Sonntag war himmlisch schönes Wetter. Mit mehreren Pferden sind wir auf den Reitplatz gegangen. Darunter waren Max zusammen mit Gül, Gregg der Tinkerjunghengst zusammen mit Manni und Bailey zusammen mit Manu, Inka und mir. Es war so unvergesslich und ich war so glücklich. Zuerst haben wir also das Pferd geputzt. Dabei ist Manu mit mir auf die Techniken noch näher eingegangen und wir haben das bereits Gelernte vom letzten Training wieder abgerufen. So haben wir zusammen das Pferd geputzt. Für mich war eine kleine Herausforderng darin, dass ich das Schuppern an einem Holzbalken von Bailey unterbinden musste. Sie hätte sich dabei ja blutig gemacht. Manu musste in dem Moment kurz weg, warum genau weiß ich nicht mehr. Ehrlich gesagt war ich froh, als Inka dann zu mir kam und mich unterstützt hat. Nach dem Putzen sind wir zusammen auf den Reitplatz gegagne. Zuerst hatte sich in mir unbemerkt ein unwohles Gefühl breitgemacht, was sich aber sofort auf dem Reitplatz wieder in Luft auflöste. Mit dem Versuch mich auf die Körperhaltung zu konzentrieren lief ich zusammen mit Inka mehrere Runden auf dem Reitplatz. Sie versucte mir alles zu erklären. Wir gingen im Zirkel und ich habe Einiges dazugelernt. Ich hatte auch vergessen zu schreiben, dass Manu mit mir die Kommandos “komm” und “steh” bereits eingeführt hatte, die ich immer dann verwendet habe, wenn ich Bailey geführt habe. Ich muss es sagen, aber es war wirkliich Hammer. Kurz haben wir auch über die Unterschiede gesprochen, also erster Hufschlag und zweiter Hufschlag, womit ich allerdings noch nicht ganz so viel anfangen konnte. Inka, ich habe mich wirklich sehr gefreut, dass du dazu bereit warst mich dabei zu unterstützen, als bei den Führübungen. Manu hat auch viele schöne Impressioen eingefanen, die auf der einen oder anderen Seite dieses Blogs sicherlich zu sehen sein werden. Ich war einfach nur sehr glücklich und so sehr zufrieden. Ich war wirklich stolz auf Bailey, aber auch stolz auf mich selbst. Mein erstes Ziel, was ich mir hier setze ist, dass ich nicht mehr so sehr zurückhatend sein möchte, was den vorderen Teil des  Pferdekörpers angeht, also Maul, Nüstern etc. Aber immer alles nach seiner Zeit, also alles mit der Ruhe. Ich danke, wenn man das öfter macht gewöhnt man sich mit der Zeit einfach daran. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ihr für diese Unterstützung bereit seid. Danke Manu. Ich hoffe, dieser Beitrag war für euch hilfreich, um euch ein Bild von allem zu machen.

Wir lesen uns hoffentlich das nächste Mal wieder.

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